Fünf Jahre nach dem Absturz-Desaster von New York drohen Airbus heikle Untersuchungen - DER SPIEGEL
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Fünf Jahre nach dem Absturz-Desaster von New York drohen Airbus heikle Untersuchungen

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Fünf Jahre nach dem Absturz eines Airbus A300-600 der Fluggesellschaft American Airlines über dem New Yorker Stadtteil Queens steht der Luftfahrtkonzern vor heiklen Untersuchungen. In der vergangenen Woche fanden erste Vernehmungen von Airbus-Mitarbeitern durch US-Anwälte in Paris statt, weitere werden folgen. Es geht dabei um einen schwerwiegenden Verdacht: Dass nämlich das Seitenleitwerk des Typs A300-600 für extreme Flugsituationen zu schwach ausgelegt ist, weil Berechnungen für die Biegekräfte, die bei Turbulenzen auf die gewaltige Heckflosse wirken, während der Entwicklung manipuliert worden sein sollen. Bei dem Unglück vom 12. November 2001, das 265 Menschenleben forderte, war das Leitwerk abgebrochen, nachdem Flug 587 in die Wirbelschleppe eines Jumbos geraten war. Um die massiven Turbulenzen auszugleichen, hatte der Pilot das Seitenruder heftig betätigt und dadurch, so die Unfallermittler, das Leitwerk überlastet. Nun entschied ein US-Gericht, dass Airbus New Yorker Anwälten, die Familien der Absturzopfer vertreten, Berechnungsunterlagen der A300-600-Baureihe auszuhändigen hat und dass Airbus-Mitarbeiter den Anwälten Fragen beantworten müssen. Der Konzern hat Manipulationsvorwürfe stets bestritten (SPIEGEL 37/2004). Doch es scheint, dass sich in den übermittelten Airbus-Unterlagen Protokolle befinden, die den Manipulationsvorwurf erhärten.