Führungswechsel: Neuer VW-Chef will Konzern umbauen - DER SPIEGEL
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Führungswechsel Neuer VW-Chef will Konzern umbauen

Der designierte Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns, Martin Winterkorn, will die Konzernstruktur ändern und die Automarken neu aufteilen. Es soll eine Premiumgruppe mit Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini geben und eine Volumengruppe mit Volkswagen, Seat und Skoda.
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Hamburg - In einem zweiten Schritt soll nach SPIEGEL-Informationen auch die Arbeit im Vorstand neu verteilt werden. Es soll wieder einen Entwicklungschef im Konzern geben. So will Winterkorn das Neben- und Gegeneinander der Marken beenden. Dem Bericht zufolge hat Winterkorn auch schon seine Nachfolge bei Audi geregelt. Neuer Audi-Chef soll, zunächst interimsmäßig, der bisherige Finanzvorstand Rupert Stadler werden.

Der scheidende VW-Vorsitzende Bernd Pischetsrieder wird auf der Aufsichtsratssitzung am kommenden Freitag noch eine unangenehme Entscheidung verkünden. Im VW-Werk Brüssel sollen 3000 bis 4000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Zur Ablösung Pischestrieders haben nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen mehrere Fehlentscheidungen des Managers beigetragen. Der VW-Chef habe nicht verhindert, dass die Markengruppen Volkswagen und Audi weitgehend autonom vor sich hinarbeiteten. So hat Audi zwar einen neuen Sechs-Zylinder-Dieselmotor entwickelt, dennoch wollte Volkswagen ebenfalls einen konstruieren und dafür bis zu 300 Millionen Euro investieren. Als Konzernchef hätte Pischetsrieder die Bosse der Markengruppen zur Zusammenarbeit verpflichten müssen. Außerdem soll der Golf aufwendig neu konstruiert werden. Dafür waren Investitionen von mehr als 530 Millionen Euro vorgesehen. Die Rendite für dieses Investment aber war mit lediglich 1,9 Prozent angesetzt.