Jung muss Entwurf des neuen Wehrrechts nachbessern
Mit seinem Gesetzentwurf zur Änderung des Wehrrechts hat Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) eine Schlappe erlitten. Weil Verteidigungsexperten der Koalitionsfraktionen im Bundestag sowie einige Bundesländer Einwände erhoben, muss Jung den Entwurf nachbessern. Die ursprünglich für diese Woche angepeilte Verabschiedung im Bundeskabinett wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Vorbehalte gegen den Jung-Entwurf zielen unter anderem auf neue Vorgaben, wonach wehrpflichtige Studenten ein Master-Studium unterbrechen müssten, um beim Bund einzurücken selbst wenn sie es schon zur Hälfte absolviert haben. Als "Benachteiligung" wird auch kritisiert, dass Wehrpflichtige nicht mehr auf Wunsch gleich nach Abschluss der Lehre beziehungsweise dem Abitur eingezogen werden sollen. Die SPD möchte zudem eine neue Regel einführen: Ein junger Mann, der nicht spätestens neun Monate nach dem Abitur oder der Berufsausbildung seine Einberufung erhält, soll für immer vom Waffendienst befreit bleiben.