Mehr deutsche Hilfe für Isaf-Truppe in Afghanistan - DER SPIEGEL
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Mehr deutsche Hilfe für Isaf-Truppe in Afghanistan

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Nach dem Nato-Streit um Einsätze der Bundeswehr im gefährlichen Süden Afghanistans deutet sich in Berlin ein Kurswechsel an. Die Militärführung erwägt, dem Kommandeur der Isaf-Truppe, dem britischen General David Richards, mehr Deutsche zu unterstellen, die notfalls auch in den umkämpften Süden ausrücken könnten. Derzeit sind fast 3000 Bundeswehrsoldaten am Hindukusch stationiert. Tatsächlich unterstehen davon aber nur knapp zwei Drittel – weniger als 2000 Mann – der Isaf-Führung, wie das Wehrressort vergangene Woche einräumte. Die übrigen Deutschen sind dem Zugriff des Isaf-Kommandeurs entzogen. Sie stehen unter rein nationalem Befehl, was in der Nato als Einschränkung ihrer Einsatzmöglichkeiten gilt. Dazu gehören etwa Nachschubtruppen oder Flugzeugmechaniker, aber auch begehrte Sondereinheiten wie die Mannschaften der "Luna"-Aufklärungsdrohnen und gut 200 Fernmelder, die auf das Abhören gegnerischer Funk- und Telefonverbindungen spezialisiert sind. Die Militärführung in Berlin erwägt nun, einen Teil dieser Truppen unter das Kommando des britischen Generals zu stellen. Dahinter steckt die Hoffnung, wieder mehr Gewicht im Isaf-Hauptquartier zu erlangen – und damit auch besseren Einblick in die Kriegführung der Amerikaner, Briten und Kanadier im Süden. Laut Bundestagsmandat dürfen die überwiegend im Norden stationierten Bundeswehr-Kräfte nur "zeitlich und im Umfang begrenzt" in anderen Landesteilen aushelfen.