Kostenexplosion beim Berliner Palast-Abriss - DER SPIEGEL
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Kostenexplosion beim Berliner Palast-Abriss

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In Berlin explodieren die Kosten für den Abriss des Palastes der Republik. Nachdem der Auftrag für die Demontage des DDR-Symbols Anfang des Jahres für 6,4 Millionen Euro vergeben wurde, mussten für die Beseitigung von Asbestresten bereits Nachträge in Höhe von 9,6 Millionen Euro bewilligt werden. Doch auch das wird nicht reichen: Ungefähr 5 Millionen Euro wird der Bund, nach einer Vereinbarung mit dem Land Berlin, noch zusätzlich drauflegen müssen. Obwohl der Palast in den Jahren 1998 bis 2003 einer 80 Millionen Euro teuren Asbestsanierung unterzogen wurde, blieben Reste des gefährlichen Isolierstoffes zwischen Geschossdeckenplatten und Stahlträgern. Jetzt müssen Fugen mit einer Gesamtlänge von bis zu 50 Kilometern unter strengen Sicherheitsvorkehrungen bearbeitet werden. Dadurch ist auch der Terminplan Makulatur: Die Palastruine wird nicht wie erwartet im nächsten Frühjahr verschwunden sein, sondern erst etwa anderthalb Jahre später.