„Die iranische Gefahr stoppen“ - DER SPIEGEL
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„Die iranische Gefahr stoppen“

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Israels Premierminister Ehud Olmert erwartet auch nach der Veröffentlichung des Berichts der Baker-Kommission keinerlei Veränderung der amerikanischen Politik gegenüber Jerusalem. In einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL stellt Olmert klar, er halte wenig von der ins Auge gefassten internationalen Nahost-Konferenz. Auch der Empfehlung, Syrien gegen Wohlverhalten die besetzten Golanhöhen zurückzugeben, werde Israel kaum folgen: Weil Damaskus nach wie vor subversive Gruppen wie Hamas und Hisbollah unterstütze, habe er „keine große Hoffnung für baldige Verhandlungen mit Syrien“, so Olmert in dem Interview, das DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe veröffentlicht. Gegen Gespräche mit Teheran dagegen habe Israel nichts einzuwenden, sofern diese zu einem Stopp des Nuklearprogramms führen, so Olmert. Jedoch erwarte er „wesentlich dramatischere Schritte der internationalen Gemeinschaft gegenüber Präsident Mahmud Ahmadinedschad“, um die „iranische Gefahr zu stoppen“. Auch einen israelischen Militärschlag gegen Teheran hält Olmert nach wie vor für eine Option: „Ich schließe nichts aus“, so Jerusalems Regierungschef gegenüber dem SPIEGEL. In dem Interview beteuert Olmert zugleich erneut, von Israel besetzte Gebiete im Westjordanland räumen zu wollen: „Wir sind bereit, mindestens so viele Gebiete aufzugeben, wie die Palästinenser für ein zusammenhängendes Staatsgebiet brauchen.“