Kombilohn könnte laut Gutachten neue Jobs schaffen und Milliarden einsparen - DER SPIEGEL
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Kombilohn könnte laut Gutachten neue Jobs schaffen und Milliarden einsparen

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Die Einführung von Kombilöhnen nach den Vorschlägen des Sachverständigenrats ("fünf Wirtschaftsweisen") würde Hunderttausende Arbeitsplätze schaffen und die öffentlichen Haushalte um Milliardenbeträge entlasten. Das geht aus einem Gutachten des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hervor, das derzeit in den zuständigen Expertengruppen der Koalition diskutiert wird. Danach würde das Modell, das im Auftrag von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos entwickelt wurde, knapp 380 000 neue Arbeitsplätze schaffen und die Etats von Bund, Ländern und Sozialkassen um fast 13 Milliarden Euro entlasten. Das Konzept der Mehrheit des Ökonomenrats unter Leitung von Bert Rürup sieht ein geringeres Arbeitslosengeld für solche Hartz-IV-Empfänger vor, die angebotene Jobs ablehnen, sowie höhere staatliche Zuschüsse für Geringverdiener. Ähnliche Effekte hätte der Expertise zufolge das alternative Konzept des Sachverständigen Peter Bofinger. Sein Modell würde danach gut 110 000 neue Stellen schaffen und in den öffentlichen Haushalten gut neun Milliarden Euro einsparen. Bofinger hatte vorgeschlagen, die Sozialbeiträge von Geringverdienern wie zum Beispiel Friseuren und Kellnern ganz oder teilweise vom Staat zahlen zu lassen. Das IZA ist ein privates Forschungsinstitut, das an den wissenschaftlichen Lehrbetrieb der Universität Bonn angebunden ist.