"Tornado"-Jets nach Afghanistan - DER SPIEGEL
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"Tornado"-Jets nach Afghanistan

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Nato hat nach einem Bericht des Hamburger Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL deutsche "Tornado"-Aufklärungsflugzeuge für Einsätze im umkämpften Süden Afghanistans angefordert. Die Anforderung sei in einem vertraulichen Brief des stellvertretenden Nato-Oberbefehlshabers Sir John Reith an Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan enthalten. Die Bundesregierung sei bereit, die Maschinen zu entsenden. Aus Furcht vor Kontroversen im Bundestag will sie aber laut SPIEGEL kein neues Mandat des Parlaments einholen, sondern lediglich die Fraktionsvorsitzenden und Wehrexperten unterrichten – sechs "Tornado"-Jets könnten nach Informationen des Magazins im späten Frühjahr in Kabul oder dem nordafghanischen Masar-i-Scharif stationiert werden, um den Kampf alliierter Truppen gegen die Taliban zu unterstützen. Kanzlerin Angela Merkel hatte sich noch Ende November beim Nato-Gipfel in Riga gegen ein Engagement der Bundeswehr im gefährlichen Süden gesträubt. Laut Bundestagsmandat sollen die rund 3000 deutschen Soldaten im relativ ruhigen Norden des Landes bleiben. Lediglich in Notfällen dürfen kleine Kontingente für begrenzte Zeit im Süden aushelfen. Wie DER SPIEGEL weiter meldet, sollen deutsche Einheiten der internationalen Isaf-Friedenstruppe in Masar-i-Scharif zwischen Weihnachten und Neujahr auch mit schweren Schützenpanzern des Typs "Marder" ausgestattet werden.