Loriot kritisiert Geldgier der Unterhaltungsbranche - DER SPIEGEL
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Loriot kritisiert Geldgier der Unterhaltungsbranche

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Der Humorist Vicco von Bülow alias Loriot, 83, möchte seine alte TV-Sketch-Reihe "Cartoon" aus den sechziger Jahren wiederauferstehen lassen. In einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL sagte Loriot, er "würde diese frühen Sendungen tatsächlich gern auf DVD veröffentlichen. Warner Brothers und die ARD wären mir dabei behilflich." Die Serie war in den sechziger Jahren Loriots erste große TV-Arbeit. Sie besticht durch bisweilen anarchischen Humor und schlummert seither in den Fernseharchiven. Zugleich übte Loriot im Gespräch mit dem SPIEGEL Kritik an der modernen Entertainment- Industrie: "Ich bedaure es zutiefst, dass heute alle Gedanken um das eine zu kreisen scheinen… Es geht nur noch ums Geld. Auch in der Unterhaltungsbranche. Vielleicht gerade da." Überall gehe es "um unvorstellbare Summen, auch legal verdiente". In seiner eigenen Fernsehfrühzeit hätten sich die Honorare des Mediums zwar "an der Entlohnung von Straßensängern" orientiert. Aber dafür hätte man auch noch einfach drehen können, was einem selbst gefiel. "Dann rief vielleicht auch mal ein Intendant an und bekundete sein Missfallen über einzelne Szenen. Aber das hatte keinerlei Konsequenzen. So etwas wäre heute unmöglich", sagte Loriot.