Wowereit holt Juso-Chef ins Berliner Rathaus - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Wowereit holt Juso-Chef ins Berliner Rathaus

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) will sich eine unerwartete Verstärkung in seinen engsten Beraterkreis holen. Vom Januar an soll der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning, 28, Chef für "Politische Grundsatz- und Planungsangelegenheiten" in der Senatskanzlei Wowereits werden. Böhning, Mitglied des Parteivorstands, soll zusammen mit drei Mitarbeitern für den Regierenden Bürgermeister langfristige Konzepte und Strategien entwerfen. Laut Organigramm der Senatskanzlei wird er Wowereit damit unmittelbar zuarbeiten, eine vergleichbare Aufgabenbeschreibung gab es bisher im Roten Rathaus nicht. Böhning gehört dem linken Flügel der SPD an, wurde 2004 erstmals zum Juso-Vorsitzenden gewählt und 2005 im Amt bestätigt. Wowereit seinerseits ist in Berlin bisher nicht als Partei-Linker in Erscheinung getreten. In der Bundes-SPD hingegen pflegt er diskrete Kontakte zu Vertretern des linken Flügels. Mit der Einstellung von Böhning sichert er sich zusätzliche Unterstützung im Parteivorstand, der alle zwei Jahre das Präsidium neu wählt. Wowereit hatte im vergangenen Sommer eigene Ambitionen auch für die Bundes- SPD angekündigt.