Steinbrück sucht den Rat von Prominenten
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich einen Beraterkreis mit 15 Prominenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen zugelegt. Zu der Runde gehören unter anderem Uli Hoeneß, der Manager des FC Bayern München, der Schauspieler Hannes Jaenicke, die evangelische Landesbischöfin von Hannover, Margot Käßmann, SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner, der Jurist und Bestsellerautor Bernhard Schlink, Hubertus Schmoldt, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie sowie der Parteienforscher Franz Walter. Zwei bis dreimal im Jahr will der Politiker mit der Promi-Runde zusammenkommen, "um von den Betreffenden zu lernen", so Steinbrücks Berater Hans-Roland Fäßler, und um zu demonstrieren, dass er "kein Rotstift auf zwei Beinen ist". Bei der ersten Sitzung am 20. Dezember gab es gleich heftige Diskussionen - und unbequeme Ratschläge. So warnte Parteienforscher Walter, dass Programmdebatten an den Menschen vorbeigingen - stattdessen wollten die Wähler pragmatische Entscheidungen mit messbaren Erfolgen. Plattner riet, dafür zu sorgen, dass man "in Deutschland auch reich werden kann"; nur so könnten Menschen motiviert werden.