NRW-Filmstiftung verklagt Erfolgsregisseur Roland Emmerich
Auf die Rückzahlung von rund zwei Millionen Euro hat die Filmstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen den Erfolgs-Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") verklagt. Kurzzeitig wurde sogar ein Privatdetektiv angeheuert, um Beweise in den USA zu sichern. Es geht um Fördermittel, die Emmerich 1999 für seinen Film "The 13th Floor" bekommen hat. Unter dem damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD) war eine große Delegation nach Hollywood gereist, um das Projekt unter Dach und Fach zu bekommen; in NRW wurde, das war der Deal, ein Teil des Filmmaterials bearbeitet. Das Land und der Regisseur, der inzwischen im kalifornischen Beverly Hills wohnt, streiten sich jetzt darüber, ob der Film erfolgreich war. "Der Film war kein Kassenschlager, aber es gab Gewinne, und dann muss zurückgezahlt werden", erklärt Michael Schmid-Ospach von der Filmstiftung. Emmerich-Anwalt Helge Sasse hält dagegen: "Die rechnen falsch, der Film hat sogar ein kleines Minus gebracht." Das Landgericht Düsseldorf gab der Film-Stiftung jetzt recht, Emmerich hat dagegen Berufung eingelegt. Inzwischen erwartet die Filmstiftung auch von Star-Produzent Bernd Eichinger Fördergeld zurück. Der hatte 750000 Euro für die Literatur- Verfilmung "Das Parfum" bekommen - deren Erfolg dürfte unstrittig sein.