Rice sieht deutsche Unterstützung für neue Irak-Strategie - DER SPIEGEL
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Rice sieht deutsche Unterstützung für neue Irak-Strategie

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Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat nach ihrer Auffassung in Berlin "breite Unterstützung" für die neue Irak-Strategie von US-Präsident George W. Bush erhalten. In einem SPIEGEL-Gespräch sagte Rice auf die Frage, ob sie während ihrer Gespräche in Berlin mit Skepsis oder Kritik konfrontiert worden sei: "Ich empfand die deutsche Regierung als ziemlich verständnisvoll für das, was wir zu tun versuchen." Rice sprach vergangene Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Sie erläuterte, ähnlich wie im Nahen Osten sei man auch in Berlin vor allem "beeindruckt und erfreut" gewesen, dass es "ein erneuertes Engagement der Amerikaner für den Irak gibt und dass Präsident Bush nicht auf diejenigen hört, die sagen: Überlass die Iraker doch ab jetzt einfach ihren eigenen Problemen".

Rice versicherte, dass die USA den Konflikt im Irak nicht durch Militäraktionen gegen Iran verschärfen wollten: "Wir wollen keine Eskalation. Unser Plan ist es, auf die iranischen Aktivitäten zu reagieren, die uns schaden." Sie lehnte es zugleich entschieden ab, mit Syrien und Iran über die Zukunft des Irak zu reden, wie dies die überparteiliche Baker-Kommission gefordert hatte: "Die Ansicht, dass sie plötzlich bereit wären, den Irak zu stabilisieren, wenn die Vereinigten Staaten nur mit ihnen sprechen würden, ist schlicht falsch", so Rice im SPIEGEL. "Natürlich wäre ihr einziger Beweggrund, mit uns zu reden, einen Vorteil für sich herauszuschlagen. Das ist aber keine Diplomatie, sondern Erpressung."