Firmenvermerke begründen Korruptionsverdacht bei Rüstungsgeschäft mit Südafrika/ ThyssenKrupp will mit Staatsanwälten kooperieren - DER SPIEGEL
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Firmenvermerke begründen Korruptionsverdacht bei Rüstungsgeschäft mit Südafrika/ ThyssenKrupp will mit Staatsanwälten kooperieren

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Beim Verkauf von vier Korvetten an Südafrika durch ein deutsches Schiffbaukonsortium unter Führung von ThyssenKrupp soll der Chefeinkäufer des südafrikanischen Militärs drei Millionen Dollar gefordert haben. Dies gehe aus internen Firmenvermerken hervor, berichtet DER SPIEGEL. Danach soll Shamin "Chippy" Shaik, "Chief of Acquisition" im Bieterverfahren, 1998 gegenüber Vertretern des deutschen Konsortiums die Summe für den Zuschlag bei dem Geschäft gefordert haben. Tatsächlich wurde noch im gleichen Jahr eine Vereinbarung über drei Millionen Dollar mit einer Londoner Briefkastenfirma namens Merian Ltd. abgeschlossen. Nach Abschluss des Rüstungsgeschäfts im Dezember 1999 wurde die Summe im April 2000 überwiesen. Seit fast einem Jahr ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf im Zusammenhang mit dem Rüstungsgeschäft gegen Mitglieder des Konsortiums wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der Bestechung. Ende November 2006 wurden erneut Büroräume der Hamburger Werft Blohm + Voss durchsucht. Die Lieferung der vier Kriegsschiffe ist Teil eines milliardenschweren Rüstungskaufs Südafrikas, der seit Jahren von Korruptionsvorwürfen überschattet ist. Man gehe davon aus, so ThyssenKrupp gegenüber dem SPIEGEL, "dass sich der Verdacht unzulässiger Provisionszahlungen im Laufe der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht bestätigen wird". Mit Rücksicht auf das laufende Ermittlungsverfahren könne man "keine weiteren Angaben zum Sachverhalt machen". Jedoch habe der Konzern ein "hohes Interesse an einer vollständigen Aufklärung". ThyssenKrupp habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die mit Hilfe externer Experten die Vorwürfe untersuche. Man kooperiere "vollumfänglich" mit der Staatsanwaltschaft.