Staatsanwälte nehmen Spielothek-Imperium ins Visier
Wegen illegalen Glücksspiels mit manipulierten Geräten ermittelt die Staatsanwaltschaft Bielefeld gegen mehrere Manager des westfälischen Gauselmann-Konzerns, zu dem die Kette der Merkur-Spielotheken gehört. Schon im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Augsburg wegen des gleichen Vorwurfs gegen einen leitenden Mitarbeiter des Unternehmes Untersuchungen angestellt. Dabei sah es die Behörde als erwiesen an, dass in allen rund 180 Spielotheken manipulierte Automaten betrieben worden waren. Nach Feststellung der Ermittler seien Tausende Spielgeräte mit Zusatzplatinen und dubiosen Steuerprogrammen ausgestattet worden. Durch eine Vernetzung hätten sie vom Spielhallenpersonal oder via Internet beeinflusst werden können. Ein Sprecher des größten Spiel-Imperiums Deutschlands bestätigte die Ermittlungen, bestreitet aber bewusste Manipulationen.