Ex-VW-Betriebsratschef Volkert droht Haftstrafe - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ex-VW-Betriebsratschef Volkert droht Haftstrafe

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Klaus Volkert, Ex-Betriebsratschef des VW-Konzerns, wird nach Paragraf 266 des Strafgesetzbuchs wegen Anstiftung zur Untreue angeklagt. Das verlautet aus Justizkreisen. Damit droht dem ehemaligen Arbeiterführer sogar eine Haftstrafe. Volkert hat sich nach Überzeugung der Ermittler der Anstiftung schuldig gemacht, weil er mehr Geld für sich und einen Beratervertrag für seine Freundin gefordert hatte. Außerdem habe er verlangt, dass sie für Reisen mit ihm auf Konzernkosten aus Brasilien eingeflogen wurde. Nach Paragraf 26 des Strafgesetzbuchs wird der Anstifter "gleich einem Täter bestraft". Ex-Personalvorstand Peter Hartz wurde bereits zu zwei Jahren Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Hartz wurde bei der Strafzumessung jedoch zugutegehalten, dass er persönlich von den Zahlungen an den Betriebsrat und den Vergünstigungen für dessen Geliebte nicht profitiert hatte. Volkert indes kassierte insgesamt knapp zwei Millionen Euro Bonuszahlungen. Das würde bei einer möglichen Verurteilung strafverschärfend wirken.