"SZ"-Gesellschafter will Heuschrecken verhindern
Die Gesellschafterfamilie Friedmann will einen Einstieg von Finanzinvestoren bei der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") verhindern. "Eine Heuschrecke darf niemals Herausgeber der ,SZ werden. Dafür werde ich mit allen Mitteln kämpfen", sagte Mitgesellschafter Johannes Friedmann dem SPIEGEL. Für seine Familie, die 18,75 Prozent am Süddeutschen Verlag hält, schloss er einen Verkauf der Anteile aus. "Wir sind an einem guten Preis nicht interessiert. Er könnte auch fünfmal so hoch sein." Vermutlich gehe es bei den momentanen Verkaufsüberlegungen ohnehin nicht um eine neue Mehrheitsbeteiligung. Die anderen Familien brauchten in ihren Familiengesellschaften einen einstimmigen Beschluss, um verkaufen zu können. "Soweit ich weiß, ist ein solcher Beschluss maximal bei drei Familien zustande gekommen." Ein Bieterwettbewerb, den die verkaufswilligen Familien anstrebten, um den Preis hochzutreiben, sei laut Satzung nicht zulässig, so Friedmann.