Islamist aus Deutschland in Pakistan unter Qaida-Verdacht - DER SPIEGEL
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Islamist aus Deutschland in Pakistan unter Qaida-Verdacht

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Ein mutmaßlicher Islamist aus Süddeutschland steht in Pakistan unter dem Verdacht, die Terrororganisation al-Qaida unterstützt zu haben. Der pakistanische Geheimdienst ISI hat am 30. Januar den Deutsch-Bosnier Nihad C., 29, in der pakistanischen Stadt Rawalpindi festgenommen und verhört ihn derzeit. Nihad C., der aus Pforzheim stammt, aber bosnischer Staatsbürger ist, soll ein Ausbildungslager von al-Qaida besucht oder dies geplant haben. Deutschen Ermittlern ist er bekannt, weil er Kontakte zu mutmaßlichen Dschihad-Anhängern in Süddeutschland und Bosnien unterhielt. Nach Aussagen von Nihad C. soll mit Michael N., 30, ein zweiter Verdächtiger aus Deutschland ein Ausbildungslager an der afghanisch-pakistanischen Grenze als Ziel gehabt haben. Anfang Februar wurde auch Michael N. in der nordpakistanischen Stadt Raiwind festgenommen. Er sitzt seitdem in einem Gefängnis in Lahore. Am vergangenen Donnerstag bat die Bundesregierung den pakistanischen Botschafter um konsularischen Zugang zu dem Gefangenen. Die beiden Männer aus Deutschland hatten sich offenbar in einer Moschee in Nordpakistan kennengelernt.