VDA-Chef unter Beschuss - Autoindustrie kritisiert Reaktion auf Klimaschutzdebatte
Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), muss um seinen Posten fürchten. Die Chefs der deutschen Autohersteller sind sauer über die Reaktion ihrer Lobby auf die Klimaschutzdebatte. Wie schon bei der Diskussion um Feinstaub und Partikelfilter habe der Verband viel zu spät und lasch reagiert. Er habe nicht ausreichend über die Leistungen der deutschen Hersteller zur CO2-Reduktion aufgeklärt. Eine vom VDA geplante Anzeigenserie wurde von den Herstellern sogar gestoppt. Darin wollte der Verband ankündigen, dass die deutsche Autoindustrie in den nächsten Jahren zehn Milliarden Euro für den Klimaschutz investiere. Das klinge, als habe man bislang nichts getan, beschwerte sich der Chef eines Autokonzerns. Gottschalk wird auch vorgeworfen, dass er bei "Sabine Christiansen" nicht die Interessen von DaimlerChrysler, BMW, VW, Opel, Ford und Porsche vertrat. Der VDA-Chef hatte nur einen Vertreter ins Studio geschickt. "Sobald wir einen Nachfolger gefunden haben", sagt ein Autoboss, "ist Gottschalk weg."