Qualität der neuen Jobs nimmt ab - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Qualität der neuen Jobs nimmt ab

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Beschäftigung entwickelt sich im aktuellen Konjunkturaufschwung weniger günstig als vielfach angenommen. Das ist das Ergebnis einer Analyse des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung. Danach ist die Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse in jüngster Zeit zwar stark gestiegen. Der Zuwachs bleibe jedoch hinter dem Job- Plus im letzten Konjunkturhoch Ende der neunziger Jahre zurück. Zudem werden der Studie zufolge im jüngsten Aufschwung vergleichsweise viele Selbständige und Leiharbeiter eingesetzt. Dagegen schreckten die Unternehmen in diesem Aufschwung davor zurück, "feste und sozial abgesicherte Arbeitsplätze zu schaffen", so Institutsleiter Gustav Horn. Was die Beschäftigung angehe, sei im Vergleich mit dem letzten Aufschwung "gleiche Quantität bei geringerer Qualität" festzustellen.