Pflegebeiträge für Privatversicherte sollen steigen - DER SPIEGEL
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Pflegebeiträge für Privatversicherte sollen steigen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) die Mitglieder der privaten Pflegeversicherungen stärker zur Kasse bitten. Nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL denkt die Ministerin darüber nach, den Versicherungskonzernen einen "einmaligen Solidarbeitrag" von zwei Milliarden Euro abzuverlangen. Mit dem Geld ließe sich ein Teil der Betreuungskosten von Demenzkranken finanzieren, die von der Pflegeversicherung bislang nur selten übernommen werden. Schmidts Überlegungen sehen weiterhin vor, die Privatversicherten an einem Solidarausgleich zu beteiligen. Das Gesundheitsministerium geht in einer vorläufigen Rechnung von jährlich zwischen 800 und 900 Millionen Euro aus. Bei einem Treffen mit Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Horst Seehofer (CSU) am vergangenen Dienstag signalisierte Schmidt zudem ihre Bereitschaft, auf die Unionsforderung nach dem Aufbau eines Kapitalstocks in der gesetzlichen Pflegekasse einzugehen.