Fall eines Gaddafi-Sohns belastet Beziehungen zu Libyen - DER SPIEGEL
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Fall eines Gaddafi-Sohns belastet Beziehungen zu Libyen

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Die Folgen einer Prügelei zwischen Seif al-Arab, 25, einem Sohn des libyschen Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi, 64, und dem 19-jährigen Türsteher einer Münchner Discothek belasten die deutsch-libyschen Beziehungen. Wie der SPIEGEL berichtet, hatte der Türsteher den Gaddafi-Sohn am 18. November 2006 aus der Discothek "4004" gewiesen, weil dessen Begleiterin sich beim Tanzen Teilen ihrer Kleidung entledigt hatte. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren eingestellt, "prüft" aber noch Hinweise, nach denen Seif al-Arab laut darüber nachgedacht haben soll, das Gesicht des Türstehers aus Rache zu verätzen. Außenpolitische Bedeutung bekam der Fall, als die libysche Botschaft im Januar den Antrag stellte, den Gaddafi-Sohn auf die Liste der akkreditierten Diplomaten zu setzen. Das Auswärtige Amt lehnte dies im März ab. Bisher hat Libyen noch nicht reagiert und etwa einen deutschen Diplomaten der Botschaft in Tripolis für unerwünscht erklärt. Söhne Gaddafis sind bereits in mehreren Ländern durch Straftaten oder Eskapaden in Erscheinung getreten.