Bundeskanzlerin Merkel ringt Israels Premierminister Olmert Zugeständnisse an Palästinenser ab - DER SPIEGEL
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Bundeskanzlerin Merkel ringt Israels Premierminister Olmert Zugeständnisse an Palästinenser ab

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Gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich Israels Premierminister Ehud Olmert zu Zugeständnissen an die Palästinenser verpflichtet. Olmert erklärte sich im vertraulichen Gespräch mit Merkel bereit, die alle zwei Wochen stattfindenden Treffen mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas von einem europäischen Supervisor überwachen zu lassen. Israel hatte den Palästinensern bereits mehrfach Erleichterungen wie den Abbau von Militärkontrollen versprochen, die Vereinbarung aber nicht eingehalten. "Es kann nicht unendlich viele Treffen geben, auf denen gar nichts passiert", warnte die Kanzlerin Israelis und Palästinenser. Das führe auf beiden Seiten zu großen Enttäuschungen. Auch Palästinenser- Präsident Abbas erklärte sich zu einer europäischen Kontrolle bereit. Olmert versprach der Kanzlerin zudem, mit der Räumung illegaler jüdischer Siedlungen im Westjordanland zu beginnen. Die Fortschritte seien dem exzellenten Ansehen zu verdanken, das Merkel bei Olmert genieße, heißt es im Büro des Premierministers. "Angela, Sie sind großartig", lobte Olmert die Deutsche beim gemeinsamen Abendessen in Jerusalem. Merkel nutzte die Gunst der Stunde auch, um einige kritische Worte an den Premier zu richten. So forderte sie ihn unter anderem auf, sich mit der Kritik an Libanons Premierminister Fuad Siniora zurückzuhalten. Ein Sturz des von der radikalislamischen Hisbollah bedrängten moderaten Libanesen könne nicht im Interesse Israels sein. Außerdem rügte Merkel Olmerts Drang in die Schlagzeilen: Sie selbst habe im Laufe ihrer Karriere gelernt, dass Schweigen oft die bessere Alternative sei.