DaimlerChrysler-Chef Zetsche will die US-Tochter nur teilweise abgeben - DER SPIEGEL
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DaimlerChrysler-Chef Zetsche will die US-Tochter nur teilweise abgeben

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

DaimlerChrysler will sich entgegen den Erwartungen der Finanzmärkte nicht vollständig von seiner US-Tochter Chrysler trennen. Konzernchef Dieter Zetsche will Chrysler ausgliedern und nur die Mehrheit an der neuen Firma verkaufen. Die verbleibende Daimler Group soll noch mit einem Anteil an Chrysler beteiligt bleiben. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Mit dieser Beteiligung will Zetsche die Kooperationen zwischen Mercedes-Benz und Chrysler absichern. Mercedes-Benz soll nach Zetsches Vorstellungen auch künftig noch davon profitieren, dass die Stuttgarter Teile gemeinsam mit Chrysler einkaufen. Zugleich könnte er durch den Teilausstieg dafür sorgen, dass Verluste bei Chrysler den gesamten Konzern nur noch teilweise treffen. Auch die Kaufinteressenten, die Finanzinvestoren Blackstone und Cerberus sowie der Autozulieferer Magna International, drängen nach Informationen des SPIEGEL offenbar darauf, dass Daimler noch mit einem Anteil an Chrysler beteiligt bleibt. Denn Chrysler ist auch nach dem Einstieg eines neuen Investors auf Unterstützung von Mercedes-Benz angewiesen. Chrysler hat die Investitionen stark zusammen gestrichen und kann eine ausreichend große Palette an neuen Modellen nur entwickeln, wenn es auch künftig Motoren, Getriebe und andere Teile von Mercedes- Benz oder einem anderen Partner in der Autoindustrie übernehmen darf.