Gerd Schulte-Hillen steigt beim Berliner Verlag aus
Gerd Schulte-Hillen, Aufsichtsrat und Miteigner der BV Deutsche Zeitungsholding, die die "Berliner Zeitung" besitzt, hat seine Anteile am Unternehmen verkauft. Sein Paket von etwa 1,6 Prozent hat der ehemalige Gruner+Jahr-Boss an den britischen Finanzinvestor David Montgomery abgegeben. Auch Peter Skulimma, Geschäftsführer des Verlags, hat sich dem Vernehmen nach entschlossen, Kasse zu machen. Montgomerys Investmentfirma Mecom zahlte im März den Miteigner Veronis Suhler Stevenson (VSS) aus. Vor wenigen Tagen legten die Briten ein Angebot für die restlichen zehn Prozent vor, die den Führungskräften seit dem Einstieg der Investoren Ende 2005 angedient worden waren. Der Verkauf dürfte sich für die Aussteiger in jedem Fall lohnen: Sie hatten die Anteile großteils zum Vorzugspreis bekommen. Im Vergleich zu VSS und Mecom zahlten sie nur rund ein Zehntel. Zwar profitierte Schulte-Hillen davon nur eingeschränkt, aber auch er dürfte über eine Million Euro Gewinn eingestrichen haben, glauben Insider. Seinen Posten als Aufsichtsrat wird der Verlagsmanager, der für VSS in dem Gremium saß, wohl ebenfalls bald abgeben. Beteiligte rechnen damit, dass der Aufsichtsrat aufgelöst wird.