Windkraft deckt Schleswig-Holsteins Strombedarf im Jahr
Schleswig-Holstein soll im Jahr 2020 deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen produzieren, als es selbst verbraucht. Das prognostiziert ein Grünbuch, das der Kieler CDU-Wirtschaftsminister Dietrich Austermann derzeit von seinen Experten erstellen lässt. Die Studie analysiert die Energieproduktion des Landes samt der CO2-Emissionen. Den Prognosen zufolge soll das nördlichste Bundesland der Republik im Jahr 2020 zwölf Terawattstunden Strom aus Offshore-Windkraftanlagen erzeugen, weitere 8,5 Terawattstunden werden mit Anlagen an Land gewonnen. Dazu werde etwa eine Terawattstunde aus der Nutzung von Biomasse kommen. Dadurch wird der für 2020 von Austermanns Ministerialen prognostizierte Bedarf von 16 Terawattstunden weit überschritten. Die CO2-Emissionen des Landes werden aber trotzdem nicht sinken sondern steigen. Der Grund: Schleswig- Holstein hat derzeit drei Kernkraftwerke, die bis dahin abgeschaltet werden müssen. Doch um Schwankungen bei der Stromproduktion der Windkraftanlagen auszugleichen, müssen die klimafreundlichen Atommeiler durch Steinkohlekraftwerke ersetzt werden bei deren Betrieb vergleichsweise viel CO2 entsteht.