Veruntreuungsaffäre belastet NRW-SPD
Eine Verhaftung bringt Spitzenleute der nordrhein-westfälischen SPD in Bedrängnis. Der am vergangenen Donnerstag festgenommene Ministerialrat Rainer D. gilt als eine der Schlüsselfiguren im Skandal um veruntreute Forschungsgelder rund um die Fachhochschule Gelsenkirchen; dabei geht es um bis zu 30 Millionen Euro. D. soll unter anderem Gelder an Firmen weitergeleitet haben, die auf seine beiden ahnungslosen Söhne eingetragen sind. Der Beamte war bis Ende 2005 im Finanzministerium für die Fördergelder zuständig und will in dieser Woche umfangreich aussagen. Unangenehm für die SPD könnte dabei D.s enge Verbindung ins Wissenschaftsministerium werden, das in der fraglichen Zeit von den Ministerinnen Gabriele Behler und später Hannelore Kraft geleitet wurde, letztere ist heute Chefin der NRW-SPD.