Ex-Terrorist Knut Folkerts: "Mein Prozess war eine Farce" - DER SPIEGEL
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Ex-Terrorist Knut Folkerts: "Mein Prozess war eine Farce"

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Der wegen der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-RAF-Mann Knut Folkerts hat sich zum ersten Mal zu dem Attentat am 7. April 1977 geäußert. In einem Gespräch mit dem SPIEGEL übernahm Folkerts zwar die Verantwortung für die Tat, bestritt aber, an der Vorbereitung oder an der Ausführung des Attentates in Karlsruhe beteiligt gewesen zu sein. Folkerts äußerte sich auch erstmals zu der Anklage der Bundesanwaltschaft, in der er beschuldigt worden war, vom Soziussitz des zur Tat verwendeten Motorrads aus die tödlichen Schüsse abgegeben zu haben. "Mein Prozess war eine Farce", so Folkerts. Der Ex-Terrorist gibt in dem Interview an, dass er sich am Tag des Attentats in Köln und den Niederlanden aufgehalten habe. Dies entspricht einer Zeugenaussage der Ex-Terroristin Silke Maier-Witt und den Angaben eines weiteren Ex-RAF Mitglieds gegenüber dem SPIEGEL. Folkerts räumte allerdings ein: "Im Gegensatz zu heute fand ich vor 30 Jahren als RAF-Mitglied die Aktion richtig." Von der Planung des Attentats habe er gewusst. Zudem sehe er sich "für alles, was die RAF in der Zeit tat, in er ich ihr als Illegaler angehörte, politisch und moralisch verantwortlich". An einer möglichen Wiederaufnahme seines Verfahrens habe er allerdings kein Interesse, da die Justiz "denkbar ungeeignet sei, etwas Positives zur Aufarbeitung der Geschichte der RAF beizutragen".