Merkel gegen "faule Kompromisse" beim Klimaschutz - DER SPIEGEL
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Merkel gegen "faule Kompromisse" beim Klimaschutz

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Angela Merkel hat "faule Kompromisse" beim Klimaschutz kategorisch ausgeschlossen. In einem SPIEGEL-Gespräch kündigte die Bundeskanzlerin an, sie werde auf dem G-8-Gipfel in Heiligendamm auch gegenüber US-Präsident George W. Bush unnachgiebig bleiben: "Gehen Sie davon aus, dass ich mich nicht darauf einlassen werde, dass gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse wie etwa die des IPCC-Berichts der Vereinten Nationen verwässert werden." Zum ersten Mal nahm Merkel auch ausführlich zum jüngsten Klima-Vorstoß Bushs Stellung, der außerhalb des Kyoto-Prozesses eine "Global Leadership Campaign" zur Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid angekündigt hatte: "Für mich ist klar: Wir müssen es schaffen, in einem Prozess, der von den Vereinten Nationen geleitet wird, eine Nachfolge-Regelung für das Kyoto-Abkommen zu erreichen." Alle andere Gesprächskreise müssten "in einen Uno-Prozess münden": "Das ist für mich nicht verhandelbar." Die Kanzlerin gab zu, dass man sich in Heiligendamm wohl nicht auf den deutschen Vorschlag einigen werde, den Temperaturanstieg auf der Erde bis zum Jahr 2050 auf zwei Grad zu begrenzen: "Wenn die Vereinigten Staaten sich nicht bewegen, werden andere möglicherweise auch erst mal abwarten. Ich rechne eher nicht mit einer Lösung schon in dieser Woche. Es wird ein dickes Brett sein, das wir geduldig durchbohren müssen." Auf Kompromisse werde sie sich nicht einlassen: "Über die zwei Grad kann ich nicht verhandeln." Merkel lehnte eine Zusammenarbeit mit Iran beim Bau des Transrapids entschieden ab: "Ich halte deutsche Hilfe beim Bau des Transrapids in einem Land, dessen Präsident unentwegt verkündet, dass er Israel vernichten will, für völlig inakzeptabel."