Glos wendet sich gegen Mindestlohn-Plan des Kanzleramts - DER SPIEGEL
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Glos wendet sich gegen Mindestlohn-Plan des Kanzleramts

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In der Diskussion um die Einführung von Mindestlöhnen hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos Vorbehalte gegen den jüngsten Kompromissvorschlag des Bundeskanzleramtes angemeldet. Das Konzept, das auf einer nie angewandten Regelung aus dem Jahr 1952 basiert, würde "staatliche Mindestlöhne als gleichberechtigtes politisches Instrument salonfähig machen", heißt es in einem dreiseitigen Vermerk seines Hauses. Werde der Vorschlag umgesetzt, Mindestlöhne nach einem komplizierten Verfahren von Regierung, Gewerkschaften und Arbeitgebern festzulegen, sei mit einem "enormen bürokratischen Aufwand" sowie einer "mangelnden Berücksichtigung der Interessen kleiner Unternehmen" zu rechnen. Mit dem Vorschlag würden "volkswirtschaftliche Erwägungen in den Hintergrund gedrängt", heißt es in dem Papier weiter.