Stoiber warnt vor "Nebengeräuschen" in der CSU
CSU-Chef Edmund Stoiber hat seine Partei zu mehr Disziplin aufgerufen. Mit Blick auf die Debatte um seine Nachfolge sagte der bayerische Ministerpräsident, der im September von seinem Ämtern zurücktreten will: "Es gibt derzeit einige Nebengeräusche, aber die werden nicht von mir verursacht. Das lenkt von der eigentlichen Aufgabe der Volkspartei CSU ab und muss aufhören." Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer, der Parteichef werden möchte, hatte Parteifreunden mit Enthüllungen über ihr Privatleben gedroht und so eine heftige Diskussion in der CSU ausgelöst. Stoiber schlug vor, die vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück geleitete Arbeitsgruppe, die bereits die Unternehmensteuer für die Große Koalition ausgehandelt hatte, für die Reform der Erbschaftssteuer wiederzubeleben. "Das hat schon bei der Unternehmensteuer gut geklappt. Warum nicht auch hier?", sagte Stoiber. Er glaube, dass mit einem bisschen guten Willen eine Einigung zwischen SPD und Union möglich sei.