Polizei hält spektakulären Asiaten-Mord für aufgeklärt
Nach Einschätzung des Direktors des niedersächsischen Landeskriminalamts Uwe Kolmey ist der spektakuläre siebenfache Mord in einem China-Restaurant in Sittensen "weitgehend aufgeklärt". Gegen vier bereits verhaftete Männer vietnamesischer Herkunft lägen erdrückende Indizien vor. Vor wenigen Tagen hat die Polizei die mutmaßliche Tatwaffe, eine Pistole mit Schalldämpfer, in einer Grünanlage in Bremen-Huchting gefunden. Außerdem wurde in der Wohnung von einem der vier inhaftierten verdächtigen Männer ein Kabelbinder sichergestellt, der aus derselben Produktion stammt, wie jene Binder am Tatort, mit denen die Mörder ihre Opfer gefesselt hatten. Im Februar waren das Restaurant-Betreiberehepaar und fünf Angestellte von Unbekannten erschossen worden. Die Brutalität des Verbrechens hatte den Verdacht genährt, die chinesische Mafia stehe hinter den Taten. Die Ermittlungen aber zeigten ein banaleres Bild: Die Verhafteten, zwei Brüderpaare, sollen das Restaurant überfallen haben, um an Bargeld zu kommen. Bei den Ermittlungen setzte die Polizei eine neue Technologie des Bundeskriminalamts ein, einen 3-D-Laserscanner, um den Tatort mit höchster Präzision zu vermessen und im Computer abzubilden.