Betriebsrenten sollen erst ab 62 ausbezahlt werden
Nicht nur die normalen Altersrenten, auch firmeneigene Betriebsrenten sollen künftig später ausgezahlt werden und zwar erst mit dem 62. Lebensjahr. Das geht aus einer Stellungnahme der Finanzminister von Bund und Ländern zur "steuerlichen Förderung der Altersvorsorge" hervor. Derzeit dürfen Unternehmen den Auszahlungszeitpunkt für Betriebspensionen, wie sie etwa bei Konzernen wie VW üblich sind, selbst festsetzen. Künftig sollen sie dieselbe Altersgrenze von 62 Jahren beachten, die auch für Riester-Renten gilt. Mit der Maßnahme wollen die Behörden den Anreiz zur Frühverrentung verringern. Die Arbeitgeber dagegen fürchten, dass der Plan die Attraktivität der betrieblichen Altersvorsorge reduziert.
Während die Firmen genügend andere Möglichkeiten hätten, einen vorgezogenen Ausstieg älterer Mitarbeiter zu organisieren, würde die neue Regel unnötig "die Fexibilität der Betriebe beschränken", so Alexander Gunkel, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.