ADAC-Hubschrauberpiloten wollen bis zu 20 Prozent mehr Geld jährlich
Ausgerechnet zum Höhepunkt der Reisesaison hat der Automobilclub ADAC Ärger mit den Piloten seiner Luftrettungstochter. Die 125 Hubschrauberführer des ADACAblegers wollen, unterstützt von der Pilotengewerkschaft Cockpit (VC), erstmals einen Tarifvertrag und jährliche Gehaltserhöhungen von bis zu 20 Prozent durchsetzen. Bislang verdienen die hochqualifizierten Spezialisten im Schnitt rund 5000 Euro pro Monat. Hinzu kommen Zulagen für ihre oft riskanten Einsätze und attraktive Sozialleistungen. Gespräche über einen Kompromiss scheiterten bereits im Juni an der harten Haltung beider Seiten. Die VC hält die ADAC-Kollegen für unterbezahlt, da sie einen harten Auswahlprozess absolvieren, lange Dienstzeiten haben und dabei oft gefährliche Manöver fliegen. Der Club argumentiert, er könne nicht mehr zahlen, da die Luftrettung sich überwiegend aus Beiträgen der Krankenversicherten finanziere und er seine Tochter ohnehin schon subventioniere. Sollten die Kontrahenten sich nicht in den nächsten Tagen einigen, könnte die Gewerkschaft die Hubschrauberpiloten schon in dieser Woche zu befristeten Streiks aufrufen. Dabei soll allerdings sichergestellt werden, dass Unfallopfer in jedem Fall geborgen werden können.