Bald auch deutsche Wissenschaftler am Nordpol auf Tauchstation
Nach der aufsehenerregenden U-Boot-Expedition in die Arktis, bei der russische Forscher eine Landesflagge aus Metall in den Meeresgrund am Nordpol rammten, werden bald auch deutsche Wissenschaftler am Pol tauchen. Das russische Institut für Arktis- und Antarktisforschung in St. Petersburg, das die beiden U-Boote "Mir 1" und "Mir 2" entsandt hatte, arbeitet eng mit dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (Geomar) in Kiel zusammen. In einem neuen, gemeinsam finanzierten Projekt werden Wissenschaftler aus beiden Ländern schon im September vom Forschungsschiff "Iwan Petrow" aus auf Tauchstation gehen. Sie werden allerdings diesmal auf dem arktischen Meeresboden keine Flaggen anbringen, sondern Messstationen. Damit wollen sie untersuchen, wie schnell der Dauerfrostboden auf dem Meeresgrund auftaut und welche Gase dadurch freigesetzt werden. Der gefrorene Meeresboden enthält Methan, das den Treibhauseffekt massiv verstärkt.