IG-Metall-Spitze noch uneins über künftigen Vorstand - DER SPIEGEL
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IG-Metall-Spitze noch uneins über künftigen Vorstand

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Entgegen der Ankündigung des IG-Metall-Chefs Jürgen Peters, die künftige Vorstandsstruktur vor der Sommerpause mit seinem Vize Berthold Huber zu regeln, hat es offenbar noch keinerlei Gespräche zwischen den beiden Spitzenfunktionären gegeben. Am 3. September soll der IG-Metall-Bundesvorstand einen Personalvorschlag verabschieden, der beim Gewerkschaftstag im November zur Abstimmung steht. Üblicherweise hat dafür der erste Vorsitzende der Gewerkschaft das Vorschlagsrecht, nachdem er sich mit seinem Stellvertreter auf eine gemeinsame Linie geeinigt hat. Dass drei Wochen vor der entscheidenden Vorstandssitzung noch immer kein Vorschlag vorliegt, wird intern als Zeichen eines tiefgreifenden Zwists zwischen beiden gewertet. Nachdem Huber seinen Anspruch auf den Chefposten angemeldet hat, streiten beide offenbar um Hubers künftigen Stellvertreter. Huber wünscht sich Detlef Wetzel, Bezirksleiter in Nordrhein-Westfalen, den auch der Vorstand mit breiter Mehrheit tragen würde. Peters scheint dies verhindern zu wollen und bringt stattdessen einen seiner Vertrauten in Stellung. Jüngst wird als möglicher Stellvertreter immer wieder der Bezirksleiter von Niedersachsen und Sachsen- Anhalt, Hartmut Meine, genannt, obwohl der zuletzt signalisierte, er könne sich ein Tandem mit Huber nicht vorstellen. Sollten sich Peters und Huber bis zum 3. September nicht einigen können, wäre eine "blamable Niederlage" Peters’ kurz vor Ende seiner Amtszeit programmiert, so ein Spitzengewerkschafter. Denn dann stünden zwei Vorschläge zur Abstimmung, und nur wenige aus der Führungsriege der IG Metall räumen Peters’ Kandidaten ernsthaft Chancen ein.