Mafia Todes-Restaurant war als Drogenstützpunkt bekannt
Das geht aus Ermittlungsakten des Bundeskriminalamts (BKA) hervor. Nach Informationen des SPIEGEL wussten die Ermittler auch von engen Verbindungen zur süditalienischen Ndrangheta. Der ermordete Besitzer des Lokals, Sebastiano Strangio, geriet im Zusammenhang mit einem Mafia- Mord bereits im Jahre 1998 ins Visier der Ermittler, seine Handy-Nummer fand sich auf dem Mobiltelefon des Opfers.
Detaillierte Informationen über den Ndrangheta- Stützpunkt Duisburg erhielten die deutschen Behörden durch italienische Kollegen spätestens im Jahre 2000. In Italien sind fast alle Mitglieder der nun in den Mord verwickelten Familien, die in den vergangenen Jahren nach Duisburg gezogen waren, aktenkundig. Laut BKA wurde Duisburg bereits 2000 als einer der Orte ausgemacht, in dem die Ndrangheta Gewinne aus dem Drogen- und Waffenhandel wasche.
Als weitere Ndrangheta-Hochburg in Deutschland etablierte sich in den neunziger Jahren laut einem internen BKA-Dossier die thüringische Landeshauptstadt Erfurt, wo die kriminelle Organisation aus Kalabrien Restaurants kontrollieren soll.