Neues Vergütungssystem: IG Metall kündigt Widerstand gegen IBM-Pläne an - DER SPIEGEL
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Neues Vergütungssystem IG Metall kündigt Widerstand gegen IBM-Pläne an

IBM will ein neues Vergütungssystem für einen Großteil seiner 21.000 Mitarbeiter einführen - gegen den Widerstand der Gewerkschaft IG Metall. Solange die dem Modell nicht grundsätzlich zustimmt, torpediert IBM die Tarifverhandlungen.
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Hamburg - Ein sogenanntes wachstumsorientiertes Gewinnbeteiligungsprogramm soll den bisher gültigen "Performance Bonus" des IT- und Unternehmensberatungskonzerns ersetzen. Das neue System solle zudem "eine Verpflichtung zu einer konkurrenzfähigen Bezahlung" erkennen lassen und "Top-Performer" belohnen. Nach diesem Vergütungssystem werden bereits die Mitarbeiter in den USA bezahlt.

Sie werden dabei einem Schulnotensystem vergleichbar bewertet. Nur jene Beschäftigte, deren Noten sich zwischen "Eins" und "Zwei plus" bewegen, zählen dann zu den "Top-Contributoren", die künftig stärker von Gehaltserhöhungen profitieren sollen. Alle übrigen Mitarbeiter würden leer ausgehen oder nur marktgerechte Gehaltssprünge zu erwarten haben.

Um dieses Ziel zu erreichen, torpediert IBM Deutschland nach Informationen des SPIEGEL derzeit die Tarifverhandlungen mit der IG Metall. Das Unternehmen will nur dann in die Gespräche einsteigen, wenn die Gewerkschaft dem neuen Bezahlungssystem generell zustimmt und zahlreiche bisherige tarifliche Regelungen abgeschafft werden. IBM begründet die Neuerung mit hohen Personalkosten, die "den größten Ausgabeposten darstellen". Deshalb müsse sich das neue Gehaltsprogramm "sehr nahe am Geschäftserfolg orientieren".

Die IG Metall befürchtet einen "tarifpolitischen Rundumschlag" und kündigt Widerstand an. Auch Ver.di beklagt, in Zukunft "sollen einige wenige mehr und einige viele weniger" an Gehaltserhöhungen partizipieren.