35 Interessenten buhlen um "Süddeutsche Zeitung" - DER SPIEGEL
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35 Interessenten buhlen um "Süddeutsche Zeitung"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Verkauf der Mehrheit am Verlag der "Süddeutschen Zeitung" ("SZ") geht in die nächste Runde. Seit vergangener Woche sondiert die Credit Suisse Angebote potentieller Käufer für die Anteile der vier verkaufswilligen Eigentümerfamilien von zusammen 62,5 Prozent. Von ursprünglich 35 Interessenten, darunter Zeitungsgruppen wie Holtzbrinck, die WAZ-Gruppe und Madsack sowie eine Vielzahl von Finanzinvestoren, würden in den nächsten Wochen 22 "sehr konkrete" Gebote geprüft, heißt es aus dem Kreis der Altgesellschafter. Läuft alles nach Plan, könnte der Verkauf bis Herbst über die Bühne gehen. Um den Zuschlag zu erhalten, muss der künftige Großaktionär des Süddeutschen Verlags nicht nur einen Kaufpreis von rund einer Milliarde Euro akzeptieren, sondern soll sich auch noch vertraglich verpflichten, weiter in das Unternehmen zu investieren. "Die ,SZ‘ braucht frisches Geld, um ihre Objekte weiterzuentwickeln und so die Zukunft des Verlages langfristig zu sichern", heißt es im Umfeld der Altgesellschafter. So gibt es derzeit nicht nur Pläne für eine Sonntagszeitung, auch müssten die Internet-Aktivitäten des Verlags ausgebaut und neue Vertriebskanäle erschlossen werden – im Raum steht etwa eine "SZ"-Lounge, die Internet-Café, Shop und Veranstaltungsort zugleich sein soll. Nach Ansicht von Insidern müsste ein Investor für diese Pläne neben dem Kaufpreis mindestens weitere 100 Millionen Euro mitbringen.