Hausdurchsuchungen bei Ex-Aufsichtsratschef von Rewe - DER SPIEGEL
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Hausdurchsuchungen bei Ex-Aufsichtsratschef von Rewe

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Wegen des Verdachts auf Untreue ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen den früheren Rewe-Aufsichtsratschef Klaus Burghard. Am Freitag vorvergangener Woche durchsuchte die Polizei das Privathaus des Ex-Managers sowie eine Stadtwohnung. Auch das Büro seines Nachfolgers Heinz-Bert Zander in der Zentrale des zweitgrößten deutschen Handelskonzerns soll auf Unterlagen aus der Ära Burghard hin durchsucht worden sein. Möglicherweise stehen die Ermittlungen im Zusammenhang mit Abfindungszahlungen an ehemalige Rewe-Vorstände. Auslöser der Aktion waren jedenfalls zwei anonyme Anzeigen aus dem Frühjahr sowie vom 6. August diesen Jahres, hinter denen nach Einschätzung von Rewe-Insidern ein Racheakt stecken könnte. Im vergangenen Herbst hatte Burghard der Staatsanwaltschaft ein umfangreiches Dossier übergeben. Darin wurde der Vorwurf laut, ehemalige hochrangige Rewe-Manager hätten sich über Jahre hinweg massiv bereichert. Die Staatsanwaltschaft aber ging dieser Frage nie ernsthaft nach. Im Februar dieses Jahres war Burghard nach knapp sieben Jahren an der Spitze des Aufsichtsrats vorzeitig abgelöst worden. Er war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu den Ermittlungen nicht näher äußern.