Familien aus Berlin warten länger aufs Elterngeld
Wie rasch junge Eltern das von Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) eingeführte Elterngeld ausgezahlt bekommen, hängt offenbar stark davon ab, wo sie wohnen. Nach einer repräsentativen Studie des Allensbach-Institutes lobten 69 Prozent der befragten Bezieher von Elterngeld die flotte Bearbeitung ihrer Anträge. Auffällig ist aber, dass diejenigen, bei denen die Bearbeitung besonders lange dauerte rund sieben Prozent überwiegend aus dem Saarland, Berlin und Baden-Württemberg kommen. Während die Antragsteller in der Regel nach vier bis sechs Wochen die erste Zahlung erhielten, klagten Eltern aus den drei Ländern teilweise über Wartezeiten von acht Wochen oder länger. "Die Probleme sind offenbar hausgemacht zum Beispiel durch falsch eingekaufte Software", heißt es im Bundesfamilienministerium. Eine Sprecherin des baden-württembergischen Sozialministeriums bestätigte "Startprobleme" bei der Auszahlung des Elterngeldes, die inzwischen aber weitgehend behoben worden seien. Eine größere Gruppe von Eltern gab außerdem an, es falle schwer, alle Unterlagen für den Antrag zusammenzubekommen unter anderem eine Verdienstbescheinigung über zwölf Monate. Mehrere Länder setzen sich nun dafür ein, insbesondere die Prüfung der Eltern-Einkommen zu vereinfachen. Eine schnelle Bearbeitung der Anträge ist für viele Familien wichtig, weil zwei Monate nach der Geburt das von den Krankenkassen gezahlte Mutterschaftsgeld endet.