Verhandlungen über Ghetto-Entschädigungen vor dem Scheitern - DER SPIEGEL
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Verhandlungen über Ghetto-Entschädigungen vor dem Scheitern

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Die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der Jewish Claims Conference (JCC) über eine Entschädigung Zehntausender NS-Ghetto-Arbeiter stehen vor dem Aus. Es geht um jene Juden, die in von den Nationalsozialisten errichteten Ghettos einer halbwegs geregelten Arbeit nachgingen, im Unterschied zu den bereits entschädigten Zwangsarbeitern aber bis heute keine Rente erhalten. Von 70.000 Antragstellern lehnte die Deutsche Rentenversicherung 64.000 ab. Um den hochbetagten Überlebenden schnell zu helfen, will die Bundesregierung einen Entschädigungs-Fonds einrichten. Die Gesamtsumme beläuft sich laut Kabinettsvorlage auf 75 Millionen Euro. Diesen Betrag lehnt die Jewish Claims Conference jedoch als zu niedrig ab. "Das ist für uns inakzeptabel", sagt der deutsche JCC-Repräsentant Georg Heuberger. Auch Israel hat Protest angekündigt. Nachdem Premier Ehud Olmert von Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat über das Angebot informiert wurde, bezeichnete er es gegenüber Vertrauten als unzureichend.