Verheugen fühlt sich diffamiert und observiert - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Verheugen fühlt sich diffamiert und observiert

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Günter Verheugen, fühlt sich von jüngsten Medienberichten über das Verhältnis zu seiner Kabinettschefin Petra Erler diffamiert. Beschuldigungen, er habe zu seiner Mitarbeiterin intime Beziehungen gehabt, ehe er sie auf den Top-Job beförderte, seien "falsch", sagte Verheugen dem SPIEGEL in einem Interview. Der für Industriepolitik zuständige deutsche Kommissar beharrt darauf, dass er vor der umstrittenen Beförderung zu seiner Mitarbeiterin keine "über Freundschaft hinausgehende Beziehung" gehabt habe und auch heute nicht habe. Gegen ein Foto, diese Woche von einer deutschen Illustrierten veröffentlicht, das ihn zeigt, wie er angeblich am Morgen des 2. August 2007 das Privathaus von Frau Erler verlässt, ist Verheugen nach eigener Aussage juristisch vorgegangen. Die "angeblich dargestellte Situation" habe es nicht gegeben, so Verheugen, "das ist beweisbar".

Verheugen beklagt sich im SPIEGEL auch darüber, dass er "einer Observierung ausgesetzt war, mit Ausspähung meiner Nachbarschaft, meiner Einkaufsgewohnheiten". Einmal sei er "quer durch Deutschland verfolgt" worden. Auch das könne er beweisen. Die Beziehung zwischen dem europäischen Spitzenpolitiker und seiner engsten Mitarbeiterin war durch deren gemeinsamen Urlaub öffentlich ins Gerede gekommen. Fotos hatten sie händchenhaltend beim Stadtbummel gezeigt.