Bundesländer planen Integrationskurse für Imame - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bundesländer planen Integrationskurse für Imame

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Integrations- und Ausländerbeauftragten der Länder wollen diese Woche darüber beraten, wie mehrere hundert Imame an deutschen Moscheen zu einer engeren Zusammenarbeit mit den Behörden bewegt werden können. So sollen die muslimischen Vorbeter das Recht bekommen, an Integrationskursen teilzunehmen – auch wenn sie nicht dauerhaft in Deutschland bleiben wollen. In einem internen Beschlussvorschlag aus Nordrhein-Westfalen wird eine geplante Fortbildungsreihe des Berliner Senats für die Imame als vorbildlich und nachahmenswert eingestuft: Vorbeter, die "eine besondere Vorbildfunktion für die Muslime" einnähmen, sollten zur Zusammenarbeit gewonnen und über das Leben in Deutschland informiert werden. Die Kooperation zwischen Sicherheitsbehörden wie dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und muslimischen Organisationen solle ausgeweitet werden, heißt es weiter. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), will auf der Herbsttagung in Bonn außerdem eine Initiative zur Bekämpfung von Rechtsextremismus präsentieren. Bürgermeister, so die Idee, sollen eine Art "Pakt für Demokratie" unterschreiben und regelmäßig berichten, was sie gegen Rechtsextreme unternommen haben.