Wolfsburger Gewerkschafter unternahmen kostspielige Südamerika-Reise - DER SPIEGEL
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Wolfsburger Gewerkschafter unternahmen kostspielige Südamerika-Reise

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In der IG Metall Wolfsburg, der mit fast 70.000 Mitgliedern zweitstärksten Verwaltungsstelle der Gewerkschaft in Deutschland, rumort es. Grund: Der damalige 1. Bevollmächtigte Wolfgang Schulz, sein späterer Nachfolger Frank Patta, ein Gewerkschaftssekretär und ein Dolmetscher reisten vom 2. bis 11. Februar nach Brasilien, Mexiko und Argentinien. Ein IG Metaller sagt, die zehntägige Reise sei ein Abschiedsgeschenk für Schulz gewesen, der am 30. März in den Ruhestand ging. Insgesamt habe die Reise mehr als 20.000 Euro gekostet. Gewerkschafter kritisieren, dass sich solche Trips gegenüber den beitragszahlenden Mitgliedern kaum rechtfertigen ließen. Wenn VW-Betriebsräte Kontakte zu den Kollegen in Südamerika pflegten, sei dies nachvollziehbar. Für Vertreter der Verwaltungsstelle Wolfsburg aber könne das kaum gelten. Der derzeitige 1. Bevollmächtigte Patta erklärt, es habe sich keineswegs um ein Abschiedsgeschenk gehandelt, sondern um eine Dienstreise. Man habe Gespräche mit brasilianischen und mexikanischen Gewerkschaften und mit Vertretern der Friedrich-Ebert-Stiftung geführt. Die Reise habe auch der Vorbereitung einer Globalisierungskonferenz gedient.