Verkehrsminister Tiefensee warnt vor den volkswirtschaftlich „verheerenden“ Folgen eines Bahnstreiks - DER SPIEGEL
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Verkehrsminister Tiefensee warnt vor den volkswirtschaftlich „verheerenden“ Folgen eines Bahnstreiks

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Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat Arbeitgeber und Gewerkschaften vor den Konsequenzen eines Arbeitskampfs bei der Bahn gewarnt: „Ein Streik kann verheerende Folgen für die Volkswirtschaft und den Aufschwung haben“, sagte er dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Zugleich kritisierte Tiefensee, dass die Tarifparteien bislang zu keiner gemeinsamen Verhandlungsgrundlage gefunden haben. „Ich bin sehr enttäuscht, dass sich die Bemühungen um eine Einigung zerschlagen haben“, sagte der Minister.

Unterdessen werden laut SPIEGEL im Bahn-Vorstand Stimmen laut, die der Meinung sind, man müsse den Streit mit der GDL jetzt ausfechten auch wenn es weh tue. Um einen Streik der Lokführer zu kontern, hat die Bahn dem SPIEGEL-Bericht zufolge spezielle Notfall-Dienstpläne erarbeitet. Mit ihnen wolle das Management erreichen, dass streikwillige Fahrer erst gar nicht ins Führerhaus gelangen. Dafür sollten Zuglenker einspringen, die den Gewerkschaften Transnet und GDBA angehören sowie Lokführer mit Beamtenstatus, die nicht streiken dürfen. Dadurch wolle die Bahn sicherstellen, heißt es in dem SPIEGEL-Bericht, dass deutlich über 50 Prozent aller Züge, sowohl im Nah- wie im Fernverkehr, fahren werden.

Der Chef der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, will sich einer entsprechenden Streikstrategie der Bahn nicht entgegenstellen. „Unsere Mitglieder werden sich nicht als Streikbrecher missbrauchen lassen, aber ihren Dienst tun“, sagte Hansen dem SPIEGEL.