Audi Vertriebschef soll gehen - DER SPIEGEL
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Audi Vertriebschef soll gehen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ralph Weyler, Vertriebsvorstand bei Audi, wird sich bald einen neuen Job suchen müssen. Audi-Aufsichtsräte berichten, sie wollten den Vertrag des Managers, der noch bis 2008 läuft, nicht verlängern. Weyler war schon bei seiner Ernennung vor vier Jahren umstritten. Der damalige VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder hatte ihn bei BMW abgeworben und als seinen Vertrauten in den Audi-Vorstand gesetzt. Der Vertriebsmanager sollte vor allem den Absatz im Ausland fördern. In den USA etwa liegt Audi deutlich hinter BMW und Mercedes-Benz zurück. Den Job erledigte Weyler nach Überzeugung der Audi-Kontrolleure nicht zufriedenstellend. Vorgehalten wird ihm auch, dass er "ständig in den Klatschspalten der bunten Blätter zu sehen ist", weil er bei den Festspielen in Bayreuth oder einer Segelregatta vor Mallorca auftrat. In seinem Job werden ihm Versäumnisse vorgehalten. Audi-Chef Rupert Stadler sagte schon Anfang des Jahres, bei Technik und den Produkten "sind wir schon top", nun müssten auch Vertrieb und Service dem Standard der Marke entsprechen.