Israel will Freilassung des Mykonos-Attentäters verhindern - DER SPIEGEL
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Israel will Freilassung des Mykonos-Attentäters verhindern

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Israel versucht mit allen Mitteln, die Freilassung des iranischen Terroristen Kazem Darabi aus deutscher Haft zu verhindern. Darabi, der wegen der Planung des tödlichen Attentats 1992 auf vier kurdische Exilpolitiker im Berliner Restaurant Mykonos zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, soll im Dezember nach Verbüßung von 15 Jahren Haft nach Teheran abgeschoben werden. Jerusalem drängt darauf, Darabi erst freizulassen, wenn Iran Informationen über den Verbleib des israelischen Soldaten Ron Arad geliefert hat. Arad war 1986 mit seinem Kampfjet über dem Libanon abgestürzt. Es gilt als sicher, dass entweder Iran oder die mit Teheran verbündete libanesische Hisbollah das Schicksal des Israeli aufklären könnten. Die Bundesrepublik hatte 2004 selbst angeboten, Darabi gegen Informationen freizulassen, doch die Hisbollah ließ den Deal platzen. Um Darabis Auslieferung zu verhindern, intervenierte Israels Premierminister Ehud Olmert vergangene Woche telefonisch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie erklärte jedoch, die Freilassung sei allein Sache der Justiz. Einen letzten Versuch will jetzt Arads Tochter unternehmen. Für Dienstag ist ein Treffen mit der deutschen Generalbundesanwältin Monika Harms geplant.