Beamte bestätigen heikle Rituale und Striptease in der bayerischen Polizeihundeschule - DER SPIEGEL
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Beamte bestätigen heikle Rituale und Striptease in der bayerischen Polizeihundeschule

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Der stellvertretende Leiter der umstrittenen Polizeihundeschule im bayerischen Herzogau hat in einer dienstrechtlichen Vernehmung eingeräumt, dass bei einem Abschlussabend eines Hundeführerseminars im Jahr 2001 eine Striptease-Tänzerin in der Einrichtung aufgetreten ist. Er sei davon überrascht worden, sei allerdings auch nicht eingeschritten, um sich nicht unbeliebt zu machen. Ein Ausbilder bestätigte zudem, dass bei den sogenannten Taufen, mit denen Neulinge in den Kreis der Hundeführer aufgenommen wurden, auch Elektrohalsbänder getragen wurden. Er selbst habe freiwillig bei einer solchen Taufe mitgemacht und ein Halsband umgelegt bekommen. Zu Stromstößen sei es in seinem Fall allerdings nicht gekommen. Ob die Taufrituale gegen die guten Sitten verstoßen könnten, war bereits im Februar dieses Jahres Thema bei einer Dienstbesprechung in der Schule. Allerdings sollen die Ausbilder der Schulleitung versichert haben, dass die Taufen "in keiner Weise menschenverachtend" seien. Die Schulleitung habe daraufhin keinen Handlungsbedarf gesehen.