Raubfischerei und hohe Fangquoten bedrohen Fischbestände in Nord- und Ostsee
Zu hohe Fangquoten der Europäischen Union für Dorsch, Scholle und andere Speisefische bedrohen die Bestände. So musste der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) in Kopenhagen die "Prognose-Zahlen" zur Entwicklung der Speisefischbestände um bis zu einem Drittel nach unten korrigieren. Zudem verfälsche "illegales und unreguliertes" Fischen die jährlich berechneten Fangzahlen. Nach einem ICES-Papier werden die offiziellen Quoten durch illegale Fänge noch einmal um "35 bis 45 Prozent" überschritten. So tauchen auf den internationalen Fischmärkten in Paris verstärkt illegal gefangene Speisefische aus Nord- und Ostsee auf, die unter anderem von polnischen Schiffen stammen sollen. Die Umweltorganisation WWF kritisiert, dass "die Plünderung der Meere" trotz europäischer Fangquoten ungehindert weitergehe.